Das 0km-Holzhaus - ein Ort für Begegnung und Wissen

Ein Vorzeigeprojekt für regionales und nachhaltiges Bauen im alpinen Raum

Planung

Architekt Dr. Stefan Gamper

Ausführung

Zimmerei Fleischmann

Fertigstellung

Sommer 2026

Nutzungskonzept

BASIS Vinschgau Venosta

Holzarten

Fichte und Kiefer

Im hinteren Martelltal, auf rund 1.990 Metern Höhe im Nationalpark Stilfserjoch, entsteht ein besonderes Vorzeigeprojekt: das sogenannte 0km-Holzhaus. Wenige Monate nach der winterfesten Fertigstellung des Rohbaus steht das Gebäude nun kurz vor seiner Fertigstellung im Frühsommer.

Das Projekt ist Teil der Initiative „Green Communities“ und verfolgt ein klares Ziel: regionale Kreisläufe stärken und nachhaltiges Bauen sichtbar machen.

Die neue Parkhütte wird künftig weit mehr als ein Funktionsgebäude sein. Sie dient als Treffpunkt für Einheimische, Besucherinnen und Besucher, Bildungseinrichtungen und Organisationen. Geplant ist ein Ort, an dem Natur erlebbar wird – für Veranstaltungen, Austausch und Umweltbildung im Nationalpark Stilfserjoch.

Bauen im regionalen Kreislauf

Das 0km-Prinzip prägt das gesamte Projekt. Der Großteil des verbauten Holzes stammt direkt aus den umliegenden Wäldern des Martelltals. Die Bäume wurden vor Ort gefällt, im regionalen Sägewerk verarbeitet und anschließend zu hochwertigen Bauelementen weiterverarbeitet.
So entsteht ein Gebäude, das nicht nur architektonisch, sondern auch wirtschaftlich und ökologisch tief in der Region verwurzelt ist.

Für die Umsetzung wurde bewusst auf die leim- und metallfreien Vollholzelemente von holzius gesetzt.Die Elemente wurden in Eyrs gefertigt und vor Ort von der Zimmerei Fleischmann aus Martell montiert. Trotz des späten Baustarts im Herbst konnte der Rohbau innerhalb kurzer Zeit realisiert und winterfest abgeschlossen werden.

Der Entwurf von Architekt Dr. Stefan Gamper fügt sich sensibel in die alpine Landschaft ein. Neben dem regionalen Holz kommen auch weitere lokale Materialien zum Einsatz – darunter Marteller Plima-Stein und Dachschindeln aus einheimischer Lärche.

So entsteht ein Gebäude, das sich harmonisch in seine Umgebung einbettet und gleichzeitig eine klare architektonische Haltung zeigt.

Regionalität als gelebte Verantwortung

Ein Großteil der beteiligten Betriebe stammt aus dem Vinschgau und der näheren Umgebung. Kurze Wege, lokale Wertschöpfung und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen stehen im Mittelpunkt des Projekts.

Das 0km-Holzhaus zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltiges Bauen im regionalen Kontext funktionieren kann – als zukunftsweisendes Beispiel für ökologisches und gemeinschaftliches Bauen im Alpenraum.

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