Gelebte Baubiologie bis ins kleinste Detail. holzius als Basis für ein höchst individuelles Projekt

Wenn Sandra und Res Niederfriniger von „wohnen“ sprechen, meinen Sie immer „naturnahes wohnen“ mit viel Licht, Luft und Holz. Künstliche Materialien wie Leim, Dämmfolien und andere Bauchemie kommen in diesem Konzept nicht vor. Schließlich setzt sich Res Niederfriniger seit Jahren aktiv mit dem Themenfeld der Baubiologie auseinander – und verfügt sowohl über entsprechendes Know-how als auch handwerkliches Geschick. Das konnte er bereits bei einer grundlegenden Überarbeitung seines ersten Hauses, eines alten Fachwerkbaus in Wahlendorf unter Beweis stellen. Diese Fähigkeiten wollte und konnte er auch beim Bau und Ausbau seines aktuellen Wohnsitzes in Brüttelen von Anfang an praktisch einbringen.

Tradition und Moderne

Die Entscheidung für holzius als Umsetzungspartner war relativ leicht getroffen. Res Niederfriniger ist der Cousin von Herbert Niederfriniger, dem Geschäftsführer von holzius. Gleichzeitig ist er auch als holzius Berater für die Schweiz tätig und weiß in dieser Eigenschaft besonders detailliert Bescheid um die Vorzüge des Naturbaustoffs Holz sowie die patentierte Schwalbenschwanztechnik zur leim- und metallfreien Umsetzung der Wand-, Decken- und Dachelemente aus naturbelassenem Vollholz. „Mir gefällt die Idee, dass hier eine uralte Holzverbindungstechnik neu interpretiert wurde. Ich selbst habe für die Innenausstattung viel mit Holz gearbeitet und bediene mich solcher traditioneller Handwerkstechniken. Denn beim Wohnen spürt man, wenn Holz – und wirklich nur Holz – verarbeitet wurde“, erklärt Res Niederfriniger seinen persönlichen Zugang.

Klassisches Design

Die Eckdaten des Projekts sind schnell zusammengefasst: das Grundstück hat leichte Hanglage, in die das Haus mit Außenmaßen von rund 11 x 11 m harmonisch eingefügt ist. Die Wohnfläche von insgesamt 181 m2 teilt sich auf zwei Geschosse auf. Optisch fügt sich das Haus von Sandra und Res Niederfriniger in die ländliche Bauweise des Berner Seeland ein. Die Fassade ist im Erdgeschoss vollständig mit Kalk verputzt und im Obergeschoss mit einer Holzschalung verkleidet. Auffallend sind die großen Fenster, die bis in den Dachgiebel reichen und jede Menge natürliches Sonnenlicht in die Wohnräume strahlen lässt. Der vorstehende Holzbalkon ist im Landhausstil gehalten. Die leim- und metallfrei gefertigten Wand-, Decken- und Dachelemente von holzius spielen ihre konstruktiven Vorzüge eher unscheinbar „hinter den Kulissen“ aus.

Spiel von hellem und dunklem Holz

„Holz spielt in den Wohnräumen die Hauptrolle“, erklärt Res Niederfriniger sein Konzept. „Uns ging es vor allem um einen spannende Mix der verschiedenen Hölzer, der hellen Fichte von Wänden und Decke, der massiven Eiche von Boden, Küche und Möbeln sowie der dunkleren Zirbe bei der Dekoration und im Schlafzimmer.“ Frischer Holzduft begrüßt die Besucher bereits im Eingangsbereich. Der Garderobenschrank, der große Spiegelrahmen sowie viele einzelne Möbelstücke wurden von Res Niederfriniger selbst entworfen und gezimmert. Um Vergilbungen zu vermeiden, sind sämtliche offenporigen Holzwände mit Kalklauge behandelt, im Wohn- und Essbereich wurden die Wände mit Lehm verputzt. „Selbstverständlich entsprechen die Materialien den höchsten baubiologischen Anforderungen. Alle Oberflächen des Hauses sind diffusionsoffen und stellen auf diese Weise das ausgewogene Wohnklima sicher“, geht Res Niederfriniger ins Detail.
Außerdem speichern die Wände im Winter die Wärme und gleichen harmonisch kurzfristige Temperaturschwankungen aus“. Das Heizsystem des Hauses ist in gepressten Lehmplatten an den Wandelementen verbaut und gibt die Strahlungswärme wie ein Kachelofen in die Wohnräume ab. Geheizt wird über eine besonders sparsame Luft-Wasser-Wärmepumpe.