„Gerade in einem öffentlichen Gebäude ist die Verwendung von Holz ein sinnvoller Beitrag zum aktiven Klimaschutz“, zeigt sich holzius-Geschäftsführer Herbert Niederfriniger über die Umbau- und Erweiterungsarbeiten am italienischen Schulzentrum in Sterzing überzeugt.

Die steigenden Schülerzahlen als auch der Wunsch nach einem einzigen Schulzentrum für Grund-, Mittel- und Oberschule haben eine Umstrukturierung und Erweiterung des Gebäudes notwendig gemacht. Für Architekt Siegfried Delueg, der den Planungswettbewerb für sich entscheiden konnte, war es sehr wesentlich, die bestehende Struktur in der einladenden Form der Geste von „ausgebreiteten Armen“ als Zeugnis der Schulbaugeschichte des Landes in den Vordergrund zu stellen. Seine Idee zur Aufstockung in Massivholzbauweise erklärte er mit den Worten: „Ökologisch zu denken und zu handeln muss unser Ziel sein, weshalb – für die Aufstockung – ausschließlich Holz als Baumaterial in Frage gekommen ist.“ Schließlich weise dieses den geringsten ökologischen Fußabdruck auf und können zugleich fast 500 Tonnen CO2 eingespart werden.

„Mit dieser gelungenen Gemeinschaftsleistung macht die öffentliche Verwaltung Holz erlebbar und begreifbar, was mit Sicherheit zur Nachahmung führt“, so Niederfriniger, der auch das positive Lern- und Arbeitsklima für Schüler und Lehrpersonen hervorhob. Das Kiefernholz für die massiven Bauteile stammt aus St. Vigil in Enneberg, wo es in den Wäldern lokaler Bauern unter Berücksichtigung der Mondphasen geschlägert und anschließend in einem Sägewerk im Pustertal eingeschnitten und getrocknet wurde. Nach der Verarbeitung zu leim- und metallfreien Vollholzelementen in Prad wurden die Elemente an das ausführende Unternehmen LignoAlp geliefert und in Sterzing von ihnen montiert, wobei die Außenverschalung aus sägerauem Lärchenholz besteht.

Im Innenbereich wurde das bestehende Gebäude komplett umstrukturiert. Insgesamt 40 Klassenräume, eine Aula Magna, eine Bibliothek, Lehrerzimmer und Büros für die Verwaltung wurden entweder neu errichtet oder umgestaltet wie auch die angrenzende Turnhalle. Die wertvollen Fresken der Künstler Robert Scherer und Hans Prünster im Gebäudeinneren, frühe Beispiele für Kunst am Bau der 1960er Jahre, fanden nach der Erweiterung eine fachgerechte Restaurierung.

„Mein Herz schlägt für Holz“, bekannte auch Mario Broll, Direktor der Landesabteilung Forstwirtschaft, der die Symbolkraft des Schulgebäudes betonte. „Es geht um das Wohlbefinden von Schülern und Lehrpersonen, aber auch um das Gefühl, einen Teil des Naturkreislaufes in die Schule gebracht zu haben, wo Kinder und Jugendliche einen bedeutenden Teil ihres jungen Lebens verbringen.“

Das Schulzentrum „Alexander Langer“ öffnet im Herbst 2019 wieder seine Tore. Dann werden es mehr als 200 Grund- und Mittelschüler mit Leben füllen.

Dolomiten Artikel vom 14. Juni 2019 “Zwischen Fichte und Föhre lernt es sich besser”

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